Sitzendorf zählte 1798 51 Häuser, dabei das Forsthaus, die Schule und das Hirtenhaus.
Die Einwohnerzahl betrug 154, unter ihnen je 3 Tischler und Zimmerleute,
je 2 Schneider, Schmiede und Böttger sowie ein Maurer.
An Vieh wurden 19 Ochsen, die vorwiegend zu Anspanndiensten gebraucht wurden,
55 Kühe, 9 Kälber, 53 Ziegen und 56 Schafe gehalten.
"Wie groß die Flur ist weiß in Sitzendorf niemand, weder der Schulze (Jacob Zerrenner)
noch seine Gemeindemitglieder".
Über die Sitten und die Moral der Einwohner bestanden gewisse Bedenken,
es gäbe gute, aber auch "boshafte" Menschen.
Besonders zu erwähnen sei eine doppelte Schneidemühle, die nahe am Forsthaus gestanden hätte.
Ihr Mühlgraben sei noch zu sehen.
(er verlief von oberhalb des heutigen Bades vorbei an der "Gusteldarre")
Häufige Schlacken erinnern an ein ehemaliges Hammerwerk.
Auch sei eine blaue Farbenmühle vorhanden. (gemeint ist die spätere Bleiweißfabrik)
Lageplan vom Forsthaus (re. oben) und der "Gusteldarre" (li. unten, Parzelle 434)